Diabetisches Fußsyndrom · chronische Wunden
Wunden ernst nehmen.
Heilung möglich machen.
Als zertifizierter Wundexperte begleite ich Sie strukturiert durch Diagnostik, Wundmanagement und enge interdisziplinäre Versorgung – damit aus einer kleinen Wunde keine große wird.
Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden regelmäßig auf den aktuellen Stand der Medizin geprüft.
Das diabetische Fußsyndrom – mehr als eine Wunde
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist Folge zweier Schädigungsmuster: einer diabetischen Polyneuropathie (gestörte Schmerz-, Druck- und Temperaturwahrnehmung) und einer diabetischen Angiopathie (verminderte Durchblutung). Die Kombination macht den Fuß besonders verletzlich – kleinste Druckstellen können unbemerkt zu tiefen, schwer heilenden Wunden werden. Ohne strukturierte Versorgung droht im schlimmsten Fall eine Amputation.
Unsere Diagnostik
- Wundbeurteilung nach Wagner/Armstrong-Klassifikation
- Durchblutung: Puls, ABI, Duplex-Sonographie
- Sensibilitätstestung (Stimmgabel, Monofilament)
- Infektionszeichen, Abstrich, mikrobiologische Diagnostik bei Bedarf
- Bildgebung (Röntgen, MRT) bei Verdacht auf Knochenbeteiligung
Modernes Wundmanagement
Die Wundtherapie folgt aktuellen Leitlinien und passt sich der Wundphase an: Reinigung, Débridement, phasengerechte Wundauflagen, Infektionskontrolle, Druckentlastung, Kompression bei venöser Beteiligung, sowie eine konsequente Behandlung der zugrunde liegenden Gefäßerkrankung. Wir arbeiten dabei eng mit Ihrem Hausarzt, Diabetologen und ambulanten Wundpflegediensten zusammen.
Chronische arterielle und venöse Wunden
Nicht nur Diabetes verursacht chronische Wunden. Auch venöse Ulzera (Ulcus cruris venosum) und arterielle Wunden bei pAVK gehören zu unserem Behandlungsspektrum. Eine genaue Klassifikation der Wundursache ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Als chronisch gelten Wunden, die trotz fachgerechter Versorgung über mehrere Wochen keine Heilungstendenz zeigen – häufige Ursachen sind Durchblutungsstörungen, Diabetes, Infektionen, Druckbelastung (Dekubitus) oder eine geschwächte Immunabwehr.
Ergänzende Verfahren bei schwer heilenden Wunden
Ergänzend zur leitliniengerechten Standardversorgung können in ausgewählten Fällen naturheilkundlich orientierte Verfahren zum Einsatz kommen. Sie ersetzen die moderne Wundversorgung nicht, sondern können sie nach individueller ärztlicher Abwägung begleiten:
- Ozonbeutelbegasung. Die betroffene Extremität wird in einen speziellen Beutel gelegt, der mit medizinischem Ozon befüllt wird. Ozon wirkt keimreduzierend; das Verfahren wird begleitend zur Wundbehandlung eingesetzt. Mehr dazu auf unserer Seite zur Ozontherapie.
- Medizinischer Honig (z. B. Manuka). Speziell aufbereiteter medizinischer Honig kann im Rahmen der Wundauflage zur Wundreinigung beitragen.
Die wissenschaftliche Evidenz dieser ergänzenden Verfahren ist je nach Methode unterschiedlich. Wir setzen sie nur dort ein, wo es sinnvoll erscheint, und besprechen Nutzen und Grenzen offen mit Ihnen. Diese Leistungen sind in der Regel Selbstzahlerleistungen (IGeL).
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Wunden bei Diabetes so problematisch?
Was kann ich selbst tun?
Was ist ein zertifizierter Wundexperte?
Wie eng arbeiten Sie mit anderen Behandlern zusammen?
Termin
Wundsprechstunde.
Eine offene Stelle am Fuß sollten Sie nicht abwarten – sprechen Sie uns frühzeitig an.