Zum Inhalt springen
Doctolib

Blog · Besenreiser

Besenreiser entfernen: Methoden & Kosten.

Verödung, Laser, Cremes, Hausmittel – was wirklich funktioniert, was es kostet und wovon Sie die Finger lassen sollten.

Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden regelmäßig auf den aktuellen Stand der Medizin geprüft.

Besenreiser – die feinen rot-bläulichen Äderchen knapp unter der Haut – sind selten ein medizinisches Problem, werden aber von vielen als kosmetisch störend empfunden. Entsprechend groß ist das Angebot an „Lösungen": von der ärztlichen Behandlung über Laser bis zu Cremes und Hausmitteln aus dem Internet. Hier ordnen wir die Methoden ehrlich ein – mit dem, was funktioniert, was es kostet und was Geldverschwendung ist.

Zuerst der wichtigste Schritt: Ultraschall

Bevor man Besenreiser behandelt, gehört eine Ultraschalluntersuchung dazu. Denn häufig sind sichtbare Besenreiser die Spitze eines Eisbergs: Sie speisen sich aus tiefer liegenden, erkrankten Venen. Wird diese Ursache nicht erkannt, kommt das gleiche Bild nach wenigen Monaten zurück – egal, wie gut die Oberfläche behandelt wurde. Mehr dazu auf unserer Seite zur Krampfadern- und Besenreiser-Therapie.

Die Methoden im Vergleich

Verödung (Sklerosierung) – das Standardverfahren

Bei der Verödung wird ein zugelassenes Mittel mit einer feinen Nadel direkt in den Besenreiser gespritzt. Die Venenwand verklebt, die Vene wird verschlossen und vom Körper abgebaut. Für die meisten feinen Besenreiser ist das das Verfahren der Wahl – etabliert, ambulant, ohne Betäubung. Den genauen Ablauf beschreiben wir im Beitrag „Verödung von Besenreisern: Ablauf, Risiken, Ergebnis".

Laser – für ausgewählte Fälle

Die Lasertherapie kann bei sehr feinen, oberflächlichen roten Äderchen oder bei Arealen sinnvoll sein, die schlecht auf die Verödung ansprechen oder mit der Nadel schwer erreichbar sind. Sie ist kein pauschaler Ersatz für die Verödung, sondern eine ergänzende Option für bestimmte Befunde. Welche Methode für Sie passt, hängt vom Ultraschall- und Hautbefund ab.

Cremes, Salben & Hausmittel – ehrlich gesagt: wirkungslos

Im Netz kursieren zahlreiche Cremes, Salben und Hausmittel – von Rosskastanie über Apfelessig bis zu speziellen „Bee Creams". So verständlich der Wunsch nach einer einfachen Lösung ist: Bestehende Besenreiser bekommt man damit nicht weg. Der Grund ist simpel – keine Creme dringt bis zur erweiterten Vene unter der Haut vor. Solche Mittel sind allenfalls Hautpflege, keine Behandlung. Wer hier investiert, verliert Zeit und Geld.

Was kostet die Besenreiser-Entfernung?

Die Kosten richten sich nach GOÄ, Methode und Anzahl der behandelten Areale. Als Orientierung:

  • Eine Verödungssitzung liegt typischerweise im niedrigen dreistelligen Bereich.
  • Meist sind mehrere Sitzungen nötig (oft zwei bis vier pro Bein).
  • Bei rein kosmetischer Behandlung trägt die Krankenversicherung die Kosten in der Regel nicht.

Eine belastbare Zahl nennen wir nach der Untersuchung – mit einem nachvollziehbaren Plan. Wie sich Kosten bei Venenbehandlungen generell zusammensetzen, lesen Sie im Beitrag „Was kostet eine Krampfaderbehandlung? GOÄ verständlich erklärt".

Realistische Erwartung

Eine saubere Behandlung führt in der Mehrheit der Fälle zu einem deutlich gleichmäßigeren Hautbild. Was sie nicht leistet: ein perfekt makelloses Bein für immer. Manche Areale brauchen mehrere Sitzungen, neue Besenreiser können an anderer Stelle entstehen. Eine ehrliche Aufklärung gehört deshalb in jedes Erstgespräch.

Häufige Fragen

Was ist die beste Methode, um Besenreiser zu entfernen?
Den „einen" Goldstandard für alle gibt es nicht. Bei den meisten feinen Besenreisern ist die Verödung (Sklerosierung) das Verfahren der Wahl. Sehr feine, oberflächliche rote Äderchen oder Areale, die schlecht auf Verödung ansprechen, lassen sich teils mit Laser behandeln. Welche Methode passt, entscheidet der Befund nach Ultraschall.
Was kostet die Entfernung von Besenreisern?
Die Kosten richten sich nach GOÄ, Methode und Anzahl der behandelten Areale. Eine Verödungssitzung liegt typischerweise im niedrigen dreistelligen Bereich, oft sind mehrere Sitzungen nötig. Bei rein kosmetischer Behandlung übernimmt die Krankenversicherung die Kosten in der Regel nicht.
Helfen Cremes oder Hausmittel gegen Besenreiser?
Nein. Cremes, Salben und Hausmittel können bereits bestehende Besenreiser nicht zum Verschwinden bringen, weil sie die erweiterte Vene unter der Haut nicht erreichen. Sie sind allenfalls Hautpflege – keine Behandlung.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Das hängt vom Befund ab. Typisch sind zwei bis vier Sitzungen pro Bein im Abstand von einigen Wochen. Manche sind nach einer Sitzung zufrieden, andere brauchen mehr.
Kommen Besenreiser nach der Behandlung wieder?
Die behandelte Vene wird dauerhaft verschlossen. Bei genetischer Veranlagung können sich aber an anderen Stellen neue Besenreiser bilden. Eine jährliche Kontrolle reicht meist aus.
Muss vor der Behandlung ein Ultraschall gemacht werden?
Ja, das ist sinnvoll. Besenreiser können die sichtbare Spitze einer tiefer liegenden Venenschwäche sein. Wird die nicht erkannt und mitbehandelt, kommt das gleiche Bild oft nach Monaten zurück.

Besenreiser-Sprechstunde

Erstgespräch mit Ultraschall.

Erst die Ursache klären, dann gezielt behandeln – in Nürnberg und Erlangen.