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Blog · Venen

Venenschwäche erkennen.

Schwere, geschwollene Beine, die abends spannen? Dahinter kann eine Venenschwäche stecken. Welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten – und was Sie dagegen tun können.

Zuletzt aktualisiert: . Inhalte werden regelmäßig auf den aktuellen Stand der Medizin geprüft.

„Abends sind meine Beine schwer und geschwollen" – ein Satz, den wir in der Sprechstunde oft hören. Dahinter steckt häufig eine Venenschwäche, medizinisch chronisch-venöse Insuffizienz (CVI). Sie entwickelt sich langsam und wird anfangs leicht übersehen. Dabei lässt sich gerade früh viel tun.

Was passiert bei einer Venenschwäche?

Die Beinvenen transportieren das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen. Dabei helfen Venenklappen, die wie Ventile ein Zurückfließen verhindern. Schließen diese Klappen nicht mehr richtig, versackt das Blut in den Beinen und der Druck in den Venen steigt. Das Ergebnis sind Schwellungen, Schweregefühl und mit der Zeit Veränderungen an der Haut.

Die typischen Anzeichen

  • Schwere, müde Beine – vor allem abends und bei Wärme
  • Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln, oft mit Sockenrand-Abdruck
  • Spannungs- und Schweregefühl, das beim Hochlegen nachlässt
  • Nächtliche Wadenkrämpfe und unruhige Beine
  • Sichtbare Zeichen: Besenreiser, Krampfadern, später bräunliche Hautverfärbungen

Wann es ernster wird

Bleibt eine Venenschwäche unbehandelt, kann die Haut am Unterschenkel sich verfärben und verhärten – im fortgeschrittenen Stadium drohen schlecht heilende Wunden (Ulcus cruris venosum). Auch das Risiko für Venenentzündungen und eine Thrombose steigt. Ein plötzlich einseitig dick geschwollenes, schmerzendes Bein sollten Sie immer rasch abklären lassen.

Wie wir die Venen untersuchen

Die wichtigste Untersuchung ist die farbcodierte Duplex-Sonographie. Sie zeigt schmerzfrei und in Echtzeit, ob die Venenklappen schließen, welche Venen betroffen sind und ob die tiefen Venen frei sind. Daraus ergibt sich, ob eine konservative Behandlung reicht oder ob eine Krampfaderbehandlung sinnvoll ist.

Was hilft?

  • Bewegung: Die Wadenmuskelpumpe ist der beste Motor der Venen – siehe unsere Venengymnastik-Übungen.
  • Kompression: entlastet die Venen und reduziert Schwellungen – richtig angezogen, siehe Anleitung.
  • Beine hochlegen und langes Stehen/Sitzen unterbrechen.
  • Gewicht regulieren und auf ausreichend Bewegung achten.
  • Krampfadern behandeln, wenn sie Ursache der Beschwerden sind.

Häufige Fragen

Was ist eine Venenschwäche?
Bei einer Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz, CVI) schließen die Venenklappen in den Beinen nicht mehr richtig. Das Blut versackt und staut sich – mit der Folge von Schwellungen, Schweregefühl und auf Dauer Hautveränderungen.
Woran erkenne ich eine beginnende Venenschwäche?
Typisch sind schwere, müde Beine am Abend, Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln, Spannungsgefühl, nächtliche Wadenkrämpfe und sichtbare Besenreiser oder Krampfadern. Die Beschwerden bessern sich oft beim Hochlegen.
Ist eine Venenschwäche heilbar?
Die Veranlagung bleibt bestehen, aber das Fortschreiten lässt sich gut beeinflussen. Bewegung, Kompression, Gewichtsregulation und – wenn nötig – die Behandlung von Krampfadern können Beschwerden lindern und Komplikationen vorbeugen.
Wann sollte ich zum Arzt?
Bei anhaltenden Schwellungen, Hautveränderungen (Verfärbungen, Verhärtungen), nicht heilenden Stellen am Unterschenkel oder plötzlich einseitig geschwollenem, schmerzendem Bein – Letzteres kann auf eine Thrombose hindeuten und gehört rasch abgeklärt.

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