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Geschwollene Beine & Wasser in den Beinen.
Dicke Knöchel am Abend, ein Abdruck vom Sockenrand, schwere Beine: Woher die Schwellung kommt, welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten und was hilft.
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Geschwollene Beine und „Wasser in den Beinen" gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Meist steckt etwas Harmloses dahinter, manchmal aber ein Problem, das man nicht übersehen sollte. Hier erfahren Sie, welche Ursachen infrage kommen, woran Sie eine harmlose von einer ernsten Schwellung unterscheiden und was Sie selbst tun können.
Was heißt „Wasser in den Beinen"?
Fachlich ist das ein Ödem, also eine Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe. Wenn die Balance zwischen dem Flüssigkeitsaustritt aus den Gefäßen und dem Rücktransport gestört ist, sammelt sich Wasser, bevorzugt dort, wo die Schwerkraft es hinzieht: an Knöcheln, Füßen und Unterschenkeln.
Die häufigsten Ursachen
- Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz): der häufigste Grund für dicke Beine am Abend. Mehr dazu unter Venenschwäche erkennen.
- Lymphödem: gestörter Lymphabfluss, oft mit Beteiligung von Fuß- und Zehenrücken. Siehe Lymphödem-Behandlung.
- Langes Stehen oder Sitzen und Hitze: die Venen arbeiten schlechter, das Wasser versackt. Typisch im Sommer, siehe schwere Beine im Sommer.
- Medikamente: manche Blutdruck- oder Hormonpräparate begünstigen Wassereinlagerungen.
- Internistische Ursachen: Herz, Nieren oder Schilddrüse können dahinterstecken. Solche Schwellungen sind meist beidseitig und gehören ärztlich abgeklärt.
Warnzeichen: wann Sie nicht abwarten sollten
Ein plötzlich einseitig geschwollenes Bein, das schmerzt, überwärmt oder gerötet ist, kann auf eine Venenthrombose hindeuten. Das gehört umgehend abgeklärt. Kommt Atemnot oder Brustschmerz dazu, rufen Sie den Notruf (112). Auch Schwellungen, die neu auftreten und nicht mehr weggehen, sollten Sie fachärztlich untersuchen lassen.
Was hilft bei harmlosen Schwellungen?
- Bewegen: Die Wadenmuskelpumpe bringt das Wasser zurück in Schwung, siehe Venengymnastik.
- Beine hochlegen, mehrmals täglich für einige Minuten.
- Kompression, wo sinnvoll, richtig angezogen (Anleitung).
- Kühles Wasser über die Unterschenkel und weniger Salz im Essen.
- Lange Steh- oder Sitzphasen unterbrechen, gerade auf Reisen.
Diese Maßnahmen lindern die Beschwerden. Sie ersetzen aber nicht die Klärung der Ursache, denn nur die entscheidet über die richtige Behandlung.
Welcher Arzt klärt geschwollene Beine ab?
Für die häufigen Ursachen an den Beinvenen ist der Gefäßchirurg und Phlebologe die richtige Adresse. Mit der farbcodierten Duplex-Sonographie sehen wir schmerzfrei, ob eine Venenschwäche, eine Thrombose oder eine andere Ursache dahintersteckt, und ordnen ein, ob eine internistische Abklärung nötig ist. Termine in Nürnberg und Erlangen.
Häufige Fragen
- Wann sind geschwollene Beine harmlos?
- Beidseitige, abends stärkere Schwellungen nach langem Stehen, Sitzen oder bei Hitze sind meist harmlos und bilden sich über Nacht zurück. Halten sie an, kommen sie einseitig oder mit Schmerzen dazu, gehört das ärztlich abgeklärt.
- Wann muss ich sofort zum Arzt?
- Bei plötzlich einseitig geschwollenem, schmerzendem, überwärmtem oder rotem Bein besteht Thrombose-Verdacht, das gehört umgehend abgeklärt. Kommt Atemnot oder Brustschmerz dazu, ist es ein Notfall (112).
- Was bedeutet Wasser in den Beinen?
- Gemeint ist eine Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe, medizinisch Ödem. Ursache kann eine Venenschwäche, ein Lymphödem oder eine internistische Erkrankung (Herz, Nieren, Schilddrüse) sein. Deshalb lohnt sich eine Abklärung der Ursache.
- Was hilft schnell gegen geschwollene Beine?
- Beine hochlegen, bewegen, kühles Wasser, wenig Salz und, wo sinnvoll, Kompression. Das lindert die Beschwerden, ersetzt aber nicht die Klärung der Ursache.
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